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Ausstellung 4a2

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2007/08 in Köln

Text der Laudatio

Dieser Akt Fontanas war eine Befreiung von der optischen Illusion der Bilder auf der Leinwand. Mit dem Messer bezog er den realen Raum ins Bild ein. Zugleich führte er, wie er sagte, die substatiellen Werte der Natur, der Existenz in die Kunst ein. In seinem "Weißen Manifset" von 1946 formulierte Fontana:"Wir wenden uns an die Materie und an ihre Entwicklung, die schöpferischen Quellen der Existen. Wir entscheiden uns für die eigentliche Energie der Materie, ihren Drang zum Sein und zur Entfaltung. Wir fordern eine Kunst, die von allen ästhetischen Kunstgriffen frei ist. Wir üben das aus, was der Mensch an Natürlichem und Wahrem besitzt. ... Empfindung war alles beim Primitiven Menschen. Empfindung angesichts der unbekannten Natur."Es ist diese Suche nach dem Eigentlichen, nach dem, was Existenz ausmacht, die auch Klaus Rettenmayr zu eigen ist.Sein Bild mit dem Riß trägt den Titel : Meistens sind es die Wunden durch die das Licht eindringt. Womit nicht nur ausgedrückt wird was wir sehen - die von hinten beleuchteten, grünen, glitzernden Scherben inmitten des Risses. Der Titel erklärt die Bedeutung der Arbeit. So sagt Klaus Rettenmayr:"Es sind immer die Wunden, die einen öffnen. Wunden sind wichtig, um einen Reifeprozeß darzustellen."Offen beschreibt sich der Künstler als einen Suchenden. Erst in der Kunst habe er ein Medium gefunden, der Suche einen Ausdruck zu geben. Er sagt:"Das Kunstschaffen läßt Intuition zu. Kunst ist eine Art sich auszudrücken, die jedem eine Freiheit zur Eigenständigkeit zugesteht. In ihr lösen sich Widersprüche auf. ... Ich bin davon überzeugt, daß alles ganz einfach ist. Das Bewußtsein von der Einfachheit war immer in mir."So ist nicht eigentlich das fertige Kunstwerk das Ziel von Klaus Rettenmayr, sondern vielmehr der Weg dorthin, der kreative Prozeß. Entsprechend kann es viele Stunden und Tage dauern, bis ein Objekt fertig gestellt ist. Materialien müssen gefunden werden, wofür der Künstler die Begegnung mit der Natur sucht. Bei einem Spaziergang in der Eifel entdeckte er z.B. einen Halbedelstein, der zu Granulat zerkleinertden Hintergrund für das Objekt "Kupfersonne" bildet. Die runde Sonne inmitten des Glaskastens hat er in stundenlanger Arbeit aus kleinen Kupferdreiecken zusammengesetzt. Der Arbeitsprozeß war Meditation.Eine runde gelbe Sonne steht im Mittelpunkt der Arbeit "Sonnengelb". Im Zweig eines Baumes darüber sind runde Schmuckscheiben gespannt. Klaus Rettenmayr verbindet mit dieser Arbeit ein Gespräch, das C.G.Jung mit dem Pueblo Indianer Mountain Lake geführt hat. Mountain Lake sagte:

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Klaus Rettenmayr

Lichtobjekte und Bilder









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