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Ausstellung 4a3

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2007/08 in Köln

"Wir sind doch ein Volk, das auf dem Dach der Welt wohnt, wir sind die Söhne des Vaters Sonne, und mit unserer Religion helfen wir unserem Vater täglich, über den Himmel zu gehen. Wir tun dies nicht nur für uns, sondern für die ganze Welt. Wenn wir unsere Religion nicht mehr ausüben können, dann wird bis in zehn Jahren die Sonne nicht mehr aufgehen. Dann wird es für immer Nacht werden."Diese Überzeugung der Indianer, daß der Gott auf ihr dazutun angewiesen ist, verschafft ihnen Würde. Diese Würde und das eins sein mit sich und der Natur schätzt Klaus Rettenmayr, und es veranlaßt ihn, sich mit spirituellen und esoterischen Themen auseinander zu setzen.So wundert es nicht, daß Parallelen zu einem anderen Künstler sichtbar werden, der wie kein zweiter den Kunstbegriff im 20. Jahrhundert erneuert hat, zu Joseph Beuys. Beuys selbst hätte sich vielleicht eher als Schamane denn als Künstler bezeichnet, als einen Vermittler zu anderen Welten. Mit seiner Behauptung "Jeder Mensch ist ein Künstler" brachte seine Überzeugung zum Ausdruck, daß in jedem Menschen Kreativität steckt. Intuition, Imagination und Inspiration charakterisieren für Beuys Formen des Erkennens, die eher dem Naturmenschen vertraut sind als dem von Rationalität und Logik bestimmten Menschen unserer modernen Gesellschaft.Teil eines Environments, das Joseph Beuys 1980 in der Städtischen Galerie im Lenbachhaus in München aufbaute, waren zwei Schultafeln, auf denen Beuys mit Kreide in kindlicher Schrift den Satz "zeige deine Wunde" geschrieben hatte. Die Wunde besteht nach Beuys darin, daß wir heute die humane Ganzheit, die es einmal gegeben haben muß, verloren haben. Wir existieren heute entfremdet von uns selbst und unserer Umgebung. Beuys sah in der Kunst die einzige Therapie, um die individuellen und die gesellschaftlichen Wunden auf Dauer zu heilen. Den Finger auf eine Wunde legen heißt ja im übertragenen Sinne, ein Problem deutlich machen, auf den Kern einer Sache kommen.In Klaus Rettenmayr hätte Joseph Beuys einen Geistesverwandten gefunden. Erstaunt es da noch, daß wir in Rettenmayrs Arbeiten Materialien finden, die auch für Beuys zu Symbolträgern wurden? So z.B. Kupfer - ein Material, das bei Beuys für Kommunikation stand."Kunst ist Kommunikation. Deshalb sucht der Künstler das Publikum",sagt Klaus Rettenmayr.Bei der Betrachtung seiner Arbeiten wünsche ich Ihnen viel Vergnügen.

Text der Laudatio

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Lichtobjekte und Bilder

Klaus Rettenmayr









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