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Seelenhaus 7b

In den nun schon gewohnten hellen, lockeren Kleidern gehe ich in Richtung Arbeitszimmer.Der Weg am Haus entlang ist sehr undeutlich. Als ich es durch die weit offenen Scheunentore betrete, stehe ich in einem großen hellen Raum. Der Traktor ist nicht da. Viele Tiere laufen herum. Sie sind alle nicht sehr groß, etwa wie Hunde, Ziegen, oder Schafe. Ich setze mich auf den Boden, viele von ihnen kommen zu mir. Ich fühle mich sehr wohl, streichele die mir am nächsten sind.An der Wand sehe ich die Werkbänke, auf einer ist ein Gebilde aus den Erdklumpen gewachsen, die ich letztens dort hingelegt hatte. Es sieht aus wie ein ca. 1 Meter hoher Kelch, dessen Vorderseite fehlt. Er schimmert zwischen Gold- und Erd- Tönen.Ich gehe in den Wurzelraum und bitte um Kraft und Elastizität für meinen Rücken. Auch bitte ich um Kraft, dass ich nicht mehr so viel schlafen muß und mehr Zeit habe für alle meine Projekte. Wieder ist der Aufenthalt hier zeitlos stärkend.Ich verlasse den Wurzelraum und bin wieder umgeben von den Tieren. Jetzt sind ganz deutlich einige Hunde dabei, die sich um mich scharen. Ich streichle sie, ein schönes Gefühl.Ich werde in den nächsten Tagen im Tierheim anrufen, ob ich mal kommen und mit ein oder 2 Hunden spazieren gehen kann….Ich gehe weiter ins Gewächshaus. Hier tobt das Leben: Es ist immer noch ein tropischer Urwald, jetzt aber voller Vögel, Insekten, kleiner Nager. Am Boden sehe ich einige Zwergwachteln, in den Bäumen huschen die Affen herum. Ein überwältigendes Gefühl!In der Mitte steht ein großer Baum. Ich gehe zu ihm, umarme ihn und verschmelze mit ihm. Dadurch wächst er weit über das Gewächshaus hinaus in die Höhe. Ich trete wieder aus ihm heraus und klettere an ihm in die Höhe. Der Ausblick ist phantastisch! Der Baum wächst mit einem irrsinnigen Tempo weiter und trägt mich empor. Schließlich bekomme ich Angst und klettere wieder hinunter.Ich entdecke eine Tür im Stamm, hinter ihr führt ein Gang in die Tiefe. Nach ein paar Schritten wird es mir auch hier unheimlich und ich kehre um.Ich verlasse das Gewächshaus und gehe, wie es nun schon meine Gewohnheit geworden ist, außen am Haus entlang zur Vorderseite. Die Veranda ist leer, auf dem Tisch liegt noch die Medizinpfeife. Ich sende meinem indianischen Freund in Gedanken noch einen Gruß hinterher. Die Pfeife werde ich nicht mit ins Haus hinein nehmen. Wenn es so sein soll, wird sie hier auf der Veranda warten, bis sie wieder gebraucht wird.

Lichtobjekte und Bilder

Klaus Rettenmayr

"Seelenhaus - Fünfter Besuch"

"Seelenhaus Übersicht"

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